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Kompetenzzentrum Jugend (KOJ) Werdenberg

 

Auftrag Offene Jugendarbeit

"Die Region Werdenberg will sich innerhalb des Lebensraumes Rheintal neu positionieren. Sie will ihre Zukunft nicht dem Zufall überlassen, sondern aktiv gestalten. Sie will ihre prägenden Stärken nutzen und ihre Schwächen neutralisieren und ins Gegenteil wenden. Bereits im Jahre 1999 hat sie erkannt, dass durch Zusammenarbeit mehr zu erreichen ist. So hat damals die Vereinigung der Gemeinden der Region Werdenberg das Projekt „Persönlichkeit Werdenberg“ gestartet.“ [1] Daher ist es eine logische und konsequente Weiterentwicklung, wenn die Werdenberger Gemeinden auch die offene Jugendarbeit in eine regionale Trägerschaft einbetten.

Auf dieser Basis will die Region Werdenberg auch den gesetzlichen Bestimmungen gerecht werden, welche in der Schweiz per 1. Januar 1999 in Kraft getreten sind. So lautet Art. 58bis des Sozialhilfegesetzes: „Die politische Gemeinde sorgt für eine ganzheitliche Jugendhilfe. Diese umfasst Jugendarbeit, Jugendschutz und Jugendberatung. Sie stellt die Zusammenarbeit in der Jugendhilfe nach den Bestimmungen des Schweizerischen Zivilgesetzbuches sicher.“

[1] Auszug aus der Homepage www.werdenberg.ch


Ein Stück Geschichte

Auf Initiative der Buchser Jugendkommission trafen sich die Jugendbeauftragten der Werdenberger Gemeinden ab anfangs 2000 zum regelmässigen Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Aus den lockeren, rein informativen Anlässen entstand allmählich eine intensivere Zusammenarbeit. So setzte sich die Gruppe im folgenden Jahr (2001) den Aufbau einer regional organisierten Offenen Jugendarbeit zum Ziel. Dies vor allem auf Grund zweier Erkenntnisse. Erstens ist Jugend und Jugendarbeit ein sehr „mobiles“, gemeindeüberschreitendes Thema und fordert daher von sich aus zu einer Zusammenarbeit heraus, die über die Gemeindegrenzen hinausgehen muss. Zweitens ist es für kleinere Gemeinden praktisch unmöglich, für 20, 30 oder 40 Stellenprozente geeignete Jugendarbeitende zu finden. So nahmen die Werdenberger Jugendbeauftragten anfangs 2002 mit den Gemeindepräsidenten der Region Kontakt auf und legten dort ihre Vorstellung einer regionalen Trägerschaft für die Offene Jugendarbeit vor. Die Gemeindepräsidenten, bereits in vielen anderen Themenbereichen regional denkend und handelnd, griffen die Vorstellungen der Jugendbeauftragten überaus positiv auf und erteilten dem Buchser Jugendarbeiter Markus Büchel und dem Büro CREaKTIV Balzers, Hansjörg Frick, den Auftrag, in Zusammenarbeit mit den Jugendbeauftragten der Region Werdenberg die Grundlagen für ein Kompetenzzentrum Jugend für die Region Werdenberg zu schaffen.

In der ersten Jahreshälfte 2002 wurde das Konzept erarbeitet und den Schul- und Gemeindebehörden der Region zur Vernehmlassung vorgelegt. Als geeignete Trägerschaft zeichneten sich die bereits bestehenden Sozialen Dienste Werdenberg ab.


Gründung Kompetenzzentrum Jugend am 1. Juli 2003

Neben den zwei bestehenden Fachstellen (Beratungen und Amtsvormundschaft) entstand eine dritte Abteilung der Sozialen Dienste Werdenberg: das Kompetenzzentrum Jugend.

Jede Gemeinde konnte im Rahmen ihres Budgets aus einem breiten Angebot an möglichen Dienstleistungen jene „Produkte“ abrufen, die der Situation und den Bedürfnissen vor Ort entsprechen. Produktgruppen: Bedürfnis- und Sozioanalysen, Coaching Jugendteams, Projektarbeit, Genderarbeit, Prävention, Aufsuchende Jugendarbeit, Elternarbeit, Beratungen und weitere.

Dies hat den grossen Vorteil, dass einerseits Fachpersonen zur Verfügung stehen, die ihren jeweiligen Schwerpunkt in einer einzelnen grösseren oder in zwei kleineren Gemeinden haben, während andere Fachpersonen mit spezifischer Ausrichtung in der ganzen Region zum Einsatz kommen können. Zum Beispiel profitiert somit eine kleine Gemeinde in der Genderarbeit von einer Jugendarbeiterin und einem Jugendarbeiter. Pro Gemeinde ist jeweils eine Person Ansprechpartner/in. Ein weiterer Vorteil liegt in der Nutzung von Synergien und Infrastruktur.

Eine separate Abteilung des KOJ ist die Schulsozialarbeit. Je nach Bedarf besteht für Gemeinden aber auch die Möglichkeit, Beratungen an Schulen im Rahmen der Jugendarbeit zu beziehen.

Das neue Team begann im August 2003 mit der Definition der einzelnen Produktegruppen und Produkte, welche im Anschluss von den Gemeinden bzw. Jugendkommissionen bewilligt wurden und folgende Dimensionen und Kriterien beinhalten: Ziele, Methodik, Organisation, Planung, Indikatoren, Arbeitsaufwand und Budget. Die Produktedefinition ist mit einer Leistungsvereinbarung vergleichbar und gibt Elemente für das Qualitätsmanagement vor.

   
 
 
 
     
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